Neujahrsempfang 2023

Zu Beginn jeden Jahres veranstalten wir einen Neujahrsempfang. Unter dem Motto "Politik trifft Wirtschaft" laden wir unsere Mitglieder zum Austausch mit Politikern ein. 


Neujahrsempfang des Gewerbevereins mit Vortrag am Puls der Zeit!

Nach 3 Jahren coronabedingter Pause hatte der Gewerbeverein Lahnau e. V. im Februar 2023 zu seinem traditionellen Neujahrsempfang ins Bürgerhaus Atzbach eingeladen. Über 50 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung gefolgt und füllten den Saal im Bürgerhaus Atzbach. Der erste Vorsitzende des Gewerbevereins Willi Drescher begrüßte die Mitglieder und die Gäste aus der Politik, insbesondere Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt, Bürgermeisterin Silvia Wrenger-Knispel und den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Christian Walendsius. 

Willi Drescher eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Rückblick auf die Herausforderungen der letzten Jahre. Corona, der Ukraine-Krieg und steigende Energiepreise haben nahezu jedem Unternehmen zu schaffen gemacht, auch in Lahnau. Mit den Worten, dass Anpassungen an diese Begebenheiten notwendig sind, nahm er Bezug zum Thema des Fachvortrages der Veranstaltung.

 

Der zweite Vorsitzende des Gewerbevereins, Dirk Jakob, führte wie immer gekonnt durch das Programm und hatte sich für die Grußworte etwas Besonderes einfallen lassen. Die Begriffe Zeitenwende, Gaspreisbremse, letzte Generation, Braunkehlchen und weitere sollten von den Rednern in ihr Grußwort integriert werden. 

Doch nur Dagmar Schmidt sprach ein Grußwort, Silvia Wrenger-Knispel und Christian Walendsius verzichteten als Kandidaten aufgrund der zeitlichen Nähe zur Bürgermeisterwahl im März auf ihr Grußwort. Also nahm Dagmar Schmidt als einzige Rednerin zu den Themen Stellung. Abschließend betonte sie, dass die besondere Stärke der Wirtschaft vor allem in den kleinen und mittelständischen Unternehmen liegt, die sich vor Ort befinden. Sie wies auf die regionale Aktion „TeamMit!“ hin mit der Einladung an die anwesenden Gewerbetreibenden, sich dort zu beteiligen und Fragen zu beantworten. Dort könne man artikulieren, was jeweils wirklich gebraucht wird, damit eine Unterstützung seitens der Politik zielgerichtet erfolgen kann.

 

Anschließend übernahm Schriftsteller Markus Mattzick mit seinem Vortrag: „Resilienz – wie wird ein Unternehmen krisenfit?“ das Wort. Markus Mattzick arbeitet als Fachinformatiker und ist Botschafter für Hessen der GfKV (Gesellschaft für Krisenvorsorge) sowie Initiator von www.hessenkrisenfit.de. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Thema und veröffentlichte den Roman „Ohne Strom – wo sind deine Grenzen“.  

Markus Mattzick erläuterte bildlich, was einen Blackout von einem Stromausfall unterscheidet und was jeweils die Ursachen dafür sein können. Er zeigte dazu Beispiele, wie Extremwetterereignissen, Naturkatastrophen, menschliches Versagen bis hin zu Cyber-Angriffen und wies zudem auf die hohe Komplexität und Sensibilität des Stromnetzes hin. Unter Umständen könnte es Jahre dauern, bis Infrastrukturen als Folge eines Blackouts wieder hergestellt sind. 

 

Am Beispiel von Betrieben zeigte Mattzick auf, welche kritischen Bereiche jeweils betroffen sein könnten und welche Konsequenzen folgen würden, von elektronischen Schließsystemen über Produktionsabläufe, bis hin zu Kühlsystemen. Hier wäre es dringend notwendig, Lösungen für den Notfall zu definieren. Die Aussage: „Wir haben doch ein Notstromaggregat“ reiche da nicht aus. Denn es gäbe viele Punkte für einen Notfallplan und der Definition von Zuständigkeiten zu beachten.

 

 

Zum Abschluss seines Vortrages gab Mattzick den Teilnehmenden einen Tipp mit auf den Weg: „Überlegen Sie, wie Sie am schnellsten Ihr Unternehmen zu Grunde richten. Genau das gibt wertvolle Hinweise darauf, wo Sie als erstes mit Ihrer Notfallplanung ansetzen sollten.“ 

 

Dirk Jakob bedankte sich nach dem interessanten Vortrag, Helmut Braun sorgte im Anschluss für stimmungsvolle Musik, während die Gäste die Gelegenheit nutzten, sich auszutauschen mit dem Redner als auch mit den Lahnauer Fraktionen , die ebenfalls der Einladung gefolgt waren.

 

 

 

Vielen Dank für die Bilder: Yvonne Röder